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Stadtratswahl: Christopher Zenker führt SPD im Süden in den Wahlkampf

Christopher Zenker

Die SPD geht im Leipziger Süden mit Christopher Zenker an der Spitze in den Wahlkampf zur Stadtratswahl. Der Fraktionschef der Sozialdemokraten im Stadtparlament wurde am Sonnabend mit einem Martin-Schulz-mäßigen Ergebnis von 100 Prozent der Stimmen auf Listenplatz 1 im Stadtbezirk Süd gewählt. „Ich mache es besser“, sagte Zenker dem Karli.blog zu seinem persönlichen Wahlergebnis.

Für den ehemaligen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz war der riesige Vertrauensvorschuss seiner Partei bekanntlich kein gutes Omen. Damit es ihm anders ergeht, peilt Christopher Zenker bei den Kommunalwahlen ein Ergebnis oberhalb der Bundesdurchschnitts an. Zenker sagte dem Karli.blog am Montag:

„Wir wollen wieder mindestes mit zwei Stadträten aus dem Leipziger Süden im Parlament vertreten sein.“

Die Wähler in der Südvorstadt, Connewitz, Marienbrunn, Lößnig und Dölitz-Dösen möchte Zenker mit drei großen Themen ansprechen: Kitas und Schulen, Wohnen und Verkehr. „Das sind die Zukunftsthemen, die sicherlich für die ganze Stadt von entscheidender Bedeutung sind“, erklärte der 39-jährige Diplom-Kaufmann.

Endlich Bauen hinter dem Bayerischen Bahnhof

Bei allen drei Themen hat Zenker konkrete Projekte und Anliegen im Süden der Stadt im Auge. So will er mit seiner Fraktion endlich das Großbauprojekt auf dem Grundstück hinter dem Bayerischen Bahnhof in Schwung bringen. Dort sollen neben neuen Kita- und Schulplätzen auch bezahlbare Wohnungen entstehen. Der Baubeginn dort verzögert sich seit Jahren. Außerdem will die SPD dafür sorgen, dass am Steinplatz schnell eine neue Turnhalle gebaut wird. Die alte Halle an der Bernhard-Göring-Straße soll abgerissen werden.

Bei Thema Verkehr hat die SPD große Pläne: „Wir setzen uns für eine neue Straßenbahnstrecke im Süden ein, die den Südwesten über den Schleußiger Weg mit dem Osten verbindet“, sagte Zenker. Darüber hinaus müsse der Stadtrat die Parkplatzsituation in der Südvorstadt und Connewitz in den Blick nehmen.

Axel Dyck nur auf Platz fünf der Liste

Bei der Stadtratswahl tritt die SPD im Süden mit insgesamt elf Kandidaten an. Auf den vorderen Plätzen kam es bei der Aufstellung der Liste zu einem kleinen Generationenwechsel. Der bisherige SPD-Stadtrat Axel Dyck tritt nur noch auf Rang fünf an. Auf Platz drei findet sich hingegen der 22-jährige Leipziger Juso-Vorsitzende Marco Rietzschel. Gute Chancen auf den Einzug in den Stadtrat hat Katharina Kleinschmidt. Die 57-jährige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Leipzig kandidiert auf Rang zwei.

Bei der Kommunalwahl besitzt jeder Wahlberechtigte allerdings drei Stimmen, die frei auf die Kandidaten verteilt werden können – also auch auf Personen weiter unten auf den Parteilisten. Chancen haben daher auch die weiteren SPD-Kandidaten im Stadtbezirk Süd, namentlich: Louise Hummel, Patricia Diallo, Olivier Strotzer, Laura Clarissa Loew, Daniel Thalheim, Florian Götz und Michael Joachim.

Kandidatenfeld fast komplett

Inzwischen haben damit fast alle Parteien in Leipzig ihre Kandidaten für die Stadtratswahl am 26. Mai 2019 aufgestellt. Über die Vertreter von CDU und AfD, den Grünen und der FDP hatte der Karli.blog bereits berichtet. Die Linke ernennt ihre Kandidaten am 2. März.

Titelbild: SPD

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