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Corona: Hilfe und Unterstützung im Leipziger Süden

Zettel mit Hilfsangebot zu Corona

Immer mehr Menschen sind wegen der Corona-Epidemie auf Unterstützung angewiesen. Viele möchten gerne helfen. Der Karli.blog gibt einen Überblick über die entsprechenden Initiativen sowie Hinweise dazu, was man sonst noch tun kann.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise stellen bereits jetzt viele Menschen vor große Probleme. Wer zu einer Risikogruppe gehört, traut sich vielleicht nicht mehr in den Supermarkt; Eltern haben Schwierigkeiten, die Betreuung ihrer Kinder zu organisieren; Alleinstehende leiden unter der Isolation etc. Je länger die Krise andauert, desto mehr Menschen werden Hilfe brauchen.

Aus diesem Grund sind in den vergangenen Tagen immer mehr Initiativen und Hilfsangebote entstanden – auch in direkter Nachbarschaft. Wo erhält man Unterstützung? Wo kann man selbst helfen? Ein Überblick:

Corona-Hilfe Leipzig der Stiftung Ecken Wecken

Wer Hilfe sucht, kann sich bei der Corona-Hilfe der Stiftung Ecken Wecken melden. Die Telefonnummer lautet 0341/24 19 274. Das Team ist von Montag bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr zu erreichen. Konkrete Hilfe gibt es dort beim Einkaufen, der Kinderbetreuung, beim Tiere ausführen, bei nötigen Kleinreparaturen, Lernhilfen oder falls jemand einfach nur ein Gespräch sucht.

Geleistet wird die Unterstützung von Freiwilligen. Wer also seine Hilfe in irgendeiner Form anbieten möchte, kann sich bei der Stiftung Ecken Wecken als Helfer registrieren. Das geht auf dieser Internetseite.

Das Angebot wurde erst am Sonntag gestartet. Bereits am Dienstag gab es in Leipzig über 100 registrierte Helfer. Hilfegsuche kamen bislang zwar nur wenige, aber das kann sich wie gesagt schnell ändern.

Aushang zu Corona am Volkshaus
Trotzig in der Krise: Aushang am Volkshaus und am KillyWilly. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Internetseite „Wir helfen“

Die Plattform wirhelfen.eu funktioniert ähnlich, sammelt aber Hilfsangebote in ganz Deutschland. Wer Hilfe sucht, kann dort direkt seine Postleitzahl eingeben und findet potenzielle Helfer in der Nähe.

Die „Quarantänehelden“

Auf der Website quarantaenehelden.org geht es vor allem darum, Menschen zu helfen, die ihre Wohnung derzeit nicht verlassen können oder dürfen. Wer Unterstützung braucht kann sich registrieren und ein Gesuch einstellen. Wer Hilfe anbieten möchte, kann sich informieren lassen, wenn jemand in direkter Nähe ein Gesuch aufgibt.

Team Sachsen

Unter teamsachsen.de suchen mehrere sächsische Hilfsorganisationen nach ehrenamtlichen Unterstützern, namentlich der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsches Rotes Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst.

Das Team Sachsen hat beispielsweise dabei geholfen die tausenden Lkw-Fahrer zu versorgen, die an der polnischen Grenze im Stau standen. In den kommenden Wochen rechnen die Organisationen mit einer zunehmenden Infektionsausbreitung. „Diese Situation kann zu Problemen in der Versorgung Pflegebedürftiger und der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz führen.“

Beim Team Sachsen sind keine Vorerfahrungen notwendig. Jeder kann nach seinen Fähigkeiten und seinem Zeitbudget helfen.

Direkte Nachbarschaftshilfe

Glücklicherweise bedarf es oftmals keiner großen, zentralen Stelle, um Hilfe zu organisieren. Viele Menschen bieten ihren Nachbarn direkt Hilfe an.

Einen Vordruck für einen Aushang im Treppenhaus oder in der eigenen Straße gibt es hier bei MDR JUMP.

WICHTIG: Ausbreitung von Corona verhindern – Hilfe nur mit Vorsicht!

Alle Initiativen weisen darauf hin, dass auch Helfer selbstverständlich weiter auf den nötigen Abstand  und die Hygiene achten sollen. Bei den „Quarantänehelden“ heißt es etwa: „Bitte achtet bei einer Übergabe darauf, dass es keinen Kontakt zwischen einer Person in Quarantäne und der helfenden Person gibt. Ihr könnt zum Beispiel etwas vor die Tür legen und dann anrufen, dass es da ist.“

Wer anderen bei der Kinderbetreuung hilft, sollte das am besten in der Nähe tun und dann möglichst konsequent einer Familie helfen. Es gilt weiter das Gebot: So wenig soziale Kontakte wie möglich!

Das „Team Sachsen“ bietet in diesem Zusammenhang online eine kostenlose Hygiene- und Desinfektionsschulung an.

Blut spenden

Weil sich viele nicht mehr raus trauen, werden die Blutkonserven knapp. Blut zu spenden, ist also eine wichtige Hilfe, zum Beispiel bei der Blutbank des Leipziger Universitätsklinikums.

Lokale Händler unterstützen

Wir haben im Leipziger Süden eine riesige Vielfalt an kleinen und mittelständischen Geschäften und Händlern. Damit das auch in Zukunft so bleibt, benötigen auch diese Unternehmerinnen und Unternehmer Unterstützung. Viele haben zwar geschlossen, bieten ihre Waren aber in Online-Shops an oder liefern auf telefonische Bestellung aus. Wer Existenzen sichern will, nimmt diese Angebote in Anspruch.

Kasse des Vertrauens vor einem Blumenladen.
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Kasse des Vertrauens vor dem Blumenladen am Südplatz. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Ein vollständiger Überblick ist an dieser Stelle nicht möglich. Aber über soziale Medien und in den Schaufenstern haben wir beispielsweise entsprechende Aufrufe gesehen bei:

  • Buchhandlung Südvorstadt
  • Capito
  • Vielfach
  • Kinderladen Wildfang
  • Lelokarli123
  • pussyGalore
  • Balloonfantasy

Ergänzungen gerne in den Kommentaren!

4 Kommentare zu “Corona: Hilfe und Unterstützung im Leipziger Süden

  1. Keine Ergänzung, aber ein großes Danke für die Zusammenstellung der Hilfsangebote!

  2. Ein großes Lob und Danke.
    Diese Aktion sollte sich schneller verbreiten als der Virus und auch in anderen Stadtteilen stattfinden.
    Look after each other and stay safe.

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