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DOK 2018 in der Nato: Fünf Filmtipps

Werbetafel für das DOK 2018 an der Nato in Leipzig.

Vor rund 700 Zuschauern ist am Dienstagabend im Multiplexkino am Petersbogen das DOK Leipzig 2018 eröffnet worden. Beim zweitgrößten Dokumentarfilmfestival Europas geht es aber auch eine Nummer kleiner. Zu den Spielstätten zählt wie immer auch die Cinémathèque Leipzig im Kulturzentrum Nato in der Südvorstadt. Der Karli.blog empfiehlt fünf Filme, die man sich dort bis Sonntag anschauen kann.

Für den geneigten Kinogänger ohne Festivalpass ist das Programm schließlich unübersichtlich genug. Mehr als 300 Filme aus 50 Ländern laufen beim DOK in den kommenden Tagen über die Leinwand. In der Nato sind es immerhin noch über 60 Werke.

Zwei Filme aus dem deutschen Wettbewerb des DOK

In der Nato läuft leider kein Film aus dem internationalen Wettbewerb. Dafür zeigt die Cinémathèque Leipzig aber zwei Filme aus der deutschen Konkurrenz.  Auch eine Hommage an Regisseur Werner Herzog – ein Sonderreihe des DOK 2018 – können sich Interessierte am Sonnabend am Südplatz anschauen. Zu sehen ist unter anderem Herzogs Film „Wodabbe – Hirten der Sonne“ von 1988, in dem es um das Nomadenvolk der Wodaabe in der Sahara geht. Von Herzog stammte auch der diesjährige Eröffnungsfilm „Meeting Gorbatschow“.

Dies sind aus Sicht des Karli.blog die Höhepunkte in den kommenden Tagen in der Nato:

„Exit“ – Mittwoch, 31. Oktober, 17.30 Uhr

Filmemacherin Karen Winther war einst selbst in der rechtsextremen Szene Norwegens aktiv. In ihrer Dokumentation trifft sie Radikale aller Couleur in verschieden Ländern, die ebenfalls aus extremistischen Kreisen ausgestiegen sind. Darunter sind Rechtsextreme, Linksextreme und auch ein ehemaliger Dschihadist. Alle verbinden ähnliche Motivationen und Erfahrungen nach ihrem „Exit“. Hier gibt es einen Trailer.

„Was kostet die Welt“, 1. November, 22.15

Ein Film über die Kanalinsel Sark, westlich der Normandie gelegen, die von den 600 Bewohnern weitgehend autark regiert wird. Vor Jahren beginnen jedoch zwei milliardenschwere Brüder damit, Grundstücke zu kaufen und ihre Interessen gegen die Mehrheit durchzusetzen. Sark wird zum Schauplatz eines „geradezu abstrusen modernen Medien-, Finanz- und Eroberungskrieges“, heißt es im Festivalkatalog.

„Lord of the Toys“, 2. November, 20 Uhr

Der Film folgt einer Gruppe von Dresdner Youtubern um den 20-jährigen Max Herzberg. Der junge Mann dreht Videos über Messer, Gangsta-Rap-Musik und andere Produkte, um Geld zu verdienen. Außerdem werden Herzberg Verbindungen zur Identitären Verbindung nachgesagt. Hunderttausende folgen seinen Social-Media-Profilen. Der Film fragt nach Aussage der Autoren: Ist Max ein gewaltverherrlichender Influencer mit Tendenzen zum Rechtsradikalismus oder ein normaler junger Erwachsener auf der Suche nach sich selbst, der in eine Zeit geboren wurde, wo die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichen verschwimmen? Der Film läuft im deutschen Wettbewerb. Einen Trailer gibt es passenderweise bei YouTube.

„Una Primavera“, 3. November, 14 Uhr

Eine Frau verlässt nach 40 Jahren Ehe ihren Mann. Die Tochter reist zurück ins Elternhaus, um die „jahrzehntelange Geschichte des Streits, der Beleidigungen und der häuslichen Gewalt frei- und offenzulegen“ (Festivalkatalog).  Währenddessen versucht die Mutter, sich endgültig vom Vater zu trennen. Der Trailer verspricht einen bedrückenden, emotionalen Kinonachmittag.

„Stein zum Leben“, 4. November

Dieser Film passt in den November. Der Steinmetz Michael Spengler fertigt zusammen mit Hinterbliebenen Grabsteine an. Die Macher der Dokumentation schreiben: „Gemeinsam mit Trauernden übersetzt er Lebensgeschichten in Stein. Schritt für Schritt nehmen die Grabsteine Form an. Und in den Menschen wächst eine neue Verbindung zu ihren Toten – und zum Leben.“ Der Film läuft ebenfalls im deutschen Wettbewerb des DOK 2018. Hier geht’s zum Trailer.

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