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Einfach Unverpackt sammelt über 40.000 Euro für zweiten Laden

Der Laden "Einfach Unverpackt" in der Kochstraße in der Leipziger Südvorstadt.

Bei „Einfach Unverpackt“ stehen die Zeichen auf Wachstum. Nach drei erfolgreichen Jahren in der Südvorstadt planen die Macher einen zweiten plastikfreien Einkaufsladen in einem weiteren Leipziger Stadtteil. Eine Crowdfunding-Kampagne macht es möglich.

Der plastikfreie Einkaufsladen „Einfach Unverpackt“ aus der Kochstraße eröffnet im Sommer eine zweite Filiale in Schleußig. Wie die Gründer auf ihrer Facebook-Seite mitteilen, haben sie mit einer Crowdfunding-Kampagne das nötige Geld für die Expansion gesammelt: „Gemeinsam mit euch, unseren zahlreichen Unterstützern, Kunden und unserem Team haben wir dem Ende am Dienstag entgegen gefiebert und waren überglücklich als das Ziel erreicht wurde“, schrieben sie in der Nacht zu Mittwoch.

Über dem Maximalziel

Geschäftsführer Pierre Mischke und sein Team warben über 40.000 Euro ein, wie den Angaben auf der Crowdfunding-Seite Startnext zu entnehmen ist. Damit übersteigen die Einnahmen das selbst gesteckte Maximalziel von 39.000 Euro. Bereits ab einer Summe von 25.000 Euro wäre die Eröffnung einer neuen Filiale mit Hilfe eines Kredits möglich gewesen. Wer Geld für das Projekt spendete, sicherte sich unter anderem Einkaufsgutscheine, die Teilnahme an einem Zero-Waste-Workshop oder ein Treffen mit den Gründern.

Einen Standort für die neue Filiale gibt es bereits: die Könneritzstraße 95. Noch im Sommer soll die Eröffnung gefeiert werden. Mit dem gesammelten Geld finanzieren die Unternehmer die Innenausstattung inklusive eines Extra-Raums für Workshops sowie volle Regale zum Start.

Bildergalerie „Einfach Unverpackt“

Lebensmittel zum Abfüllen

Der erste Laden in der Südvorstadt existiert bereits seit über drei Jahren. Kunden haben dort die Möglichkeit, Lebensmittel und weitere Dinge des täglichen Bedarfs ohne Verpackungen einzukaufen. Die Produkte bietet der Laden zumeist in großen Behältern an. Kunden füllen sich Nudeln, Reis, Müsli, Nüsse oder Kaffee in selbst mitgebrachte Gläser oder andere Mehrwegverpackungen ab. Hinterher zahlen sie nach Gewicht.

Laut einer Studie von 2018 begrüßen viele Deutsche diese Möglichkeit des Einkaufens. Demnach ziehen 72 Prozent der Männer und 78 Prozent der Frauen in Betracht, in einem Unverpackt-Laden einzukaufen. Ungefähr drei Viertel der Deutschen möchte außerdem Verpackungsmüll gerne vermeiden.

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