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Leipziger Stadtrat stimmt für „Fahrradfreundliche Karli“

Radweg auf der Karli in Leipzig.

Bekommt die Leipziger Südvorstadt nun doch Fahrradstraßen? Zumindest muss die Verwaltung prüfen, ob Radfahrer auf der Karl-Liebknecht-Straße oder der Bernhard-Göring-Straße künftig Vorfahrt erhalten. Das hat der Stadtrat entschieden.

Die Leipziger Stadtverwaltung muss bis Ende März kommenden Jahres prüfen, ob die Karli  zur Fahrradstraße ernannt werden kann. Das hat der Leipziger Stadtrat am Mittwoch beschlossen.

Die Stadträte stimmten damit für einen Antrag des Leipziger Jugendparlaments. Grüne und SPD hatten den Antrag mit einigen Konkretisierungen noch einmal in einer Neufassung eingebracht. Wörtlich hieß es im Antrag am Ende:

„Die Stadtverwaltung prüft bis zum 1. Quartal 2020, ob die Karl-Liebknecht-Straße sowie der Peterssteinweg im Abschnitt zwischen Dimitroffstraße und Emilienstraße als Fahrradstraße, ggf. auch mit Zusatzzeichen ‚PKW frei‘, ausgewiesen werden kann und welche Alternativen die Stadtverwaltung für eine Verbindung zwischen Innenstadt und Connewitzer Kreuz für den Radverkehr sieht.“

Streitfall Bernhard-Göring-Straße

Dem Antrag zufolge soll die Verwaltung insbesondere prüfen, ob die Bernhard-Göring-Straße als Alternative zur Karl-Liebknecht-Straße zur Fahrradstraße gemacht werden kann. Dies wird schon seit Jahren gefordert und war von der Stadt auch schon einmal untersucht worden. Zuletzt verwies die Verwaltung dabei auf zu hohe Abgaswerte, die durch die Maßnahme in der benachbarten Arthur-Hoffmann-Straße entstehen würden. Es ist also sehr fraglich, ob sich an diesem Standpunkt mit einer erneuten Prüfung etwas ändert. Im Juli sprach sich das Baudezernat bereits gegen den kompletten Antrag aus.

Stadtrat Christopher Zenker (SPD) nannte in seiner Rede allerdings auch die Kochstraße als eine mögliche Alternative.

Konzept für alle Fahrradstraßen bis Sommer

Mit dem Antrag für die „Fahrradfreundliche Karli“ beschloss der Stadtrat außerdem, dass die Verwaltung bis Ende Juni 2020 ein umfassendes Umsetzungskonzept für die Einrichtung von Fahrradstraßen im gesamten Stadtgebiet vorlegen muss. Basis dafür soll der schon 2012 (!) beschlossene Radverkehrsentwicklungsplan sein, in dem zahlreiche Straßen als potenzielle Fahrradstraßen genannt sind.

Bessere Markierung bis Ende 2020

Schließlich stimmte der Stadtrat darüber hinaus dafür, die bereits bestehenden Fahrradstraßen in Leipzig besser zu markieren. Dafür hatte sich unter anderem der Leipziger Umweltverband Ökolöwe vehement eingesetzt. Der Oberbürgermeister soll nun ebenfalls im zweiten Quartal 2020 ein eigenes Piktogramm entwickeln, durch das Fahrradstraßen „klarer erkennbar werden“. Bis zum Ende 2020 sollen alle bereits ausgewiesenen Fahrradstraßen dann entsprechend gekennzeichnet werden.

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