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Freiwillige Feuerwehr im Leipziger Süden sieht sich gerüstet

Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Süd. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Der Freiwilligen Feuerwehr fehlt es an Nachwuchs und moderner Ausrüstung – so lautet landläufig das Vorurteil. Auf die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Süd trifft beides nicht zu. Die Kameraden sind weitgehend sorgenfrei. Nur einen Wunsch haben die Brandbekämpfer.

Ralf Diers
Ralf Diers, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Süd. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Viele werden es wahrscheinlich gar nicht wissen: In Leipzig sorgen neben der Berufsfeuerwehr 22 Freiwillige Feuerwehren für den Brandschutz. Die Wache für die Südvorstadt und Connewitz steht in der Schenkendorfstraße. Erfreulicherweise finden sich – anders als in manchem Landkreis – im Leipziger Süden genügend Freiwillige. Wehrleiter Ralf Diers  sagte am Sonnabend beim Tag der offenen Tür im Gespräch mit dem Karli.blog: „Wir freuen uns natürlich immer über gute Leute, die bei uns mitmachen wollen, aber Nachwuchssorgen haben wir nicht.“

Hunderte Einsätze

Mehr als 50 Frauen und Männer engagieren sich laut Ralf Diers aktuell bei der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Süd. Keine andere Wehr hat mehr Einsatzkräfte. Bis zu 200 Mal im Jahr rücken die Kameraden aus – und dies nach Feierabend und an den Wochenenden.

Beim Tag der offenen Tür zeigten die Kameraden ihr Können, zum Beispiel beim Löschen eines simulierten Autobrandes:

Unsanierte Wache

Nicht nur mit der Zahl der Freiwilligen, auch mit ihrer Ausrüstung sind die Kameraden zufrieden. „Wir können uns absolut nicht beklagen. Die Stadt tut da schon viel“, sagte Diers. Allein die Ausrüstung für einen Feuerwehrmann/-frau koste zum Beispiel 2.000 Euro.

Wache der Freiwilligen Feuerwehr in der Leipziger Südvorstadt.
Die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Süd in der Schenkendorfstraße ist sanierungsbedürftig. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Ein Problem gibt es aber doch: Das Wachhaus, Baujahr 1889, ist schon lange sanierungsbedürftig. „Das Haus ist in nicht mehr zeitgemäß. Wir sind stolz, dass auch zehn Frauen bei uns mitmachen. Die Mädels haben aber keinen eigenen Duschraum. Das haben wir momentan nur mit einem einfachen Vorhang abgetrennt“, erzählte Ralf Diers. Der Wehleiter ist aber zuversichtlich, dass sich demnächst etwas tun könnte. „Ich sag mal, wir stehen auf der Liste ziemlich weit oben. Aber wir haben auch Verständnis, dass die Berufswehren zuerst dran sind. Die verbringen in ihren Wachen ja auch ganze Tage und Nächte.“

Am Sonnabend nutzen viele Familien mit Kindern die Möglichkeit, sich die Wache und die Arbeit der Feuerwehrleute anzusehen. Viele haben Interesse an der Jugendfeuerwehr. Dort können Kinder ab acht Jahren die Tätigkeiten für den zukünftigen Feuerwehrdienst erlernen. Wer Interesse hat, meldet sich unter jugendfeuerwehr@ff-sued.de.

Innenhof der Feuerwehrwache in der Schenkendorfstraße in Leipzig.
Die Feuerwehrwache in der Schenkendorfstraße vom Innenhof betrachtet. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

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