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Jugendparlamentswahl: Annelie Berger und Friedrich Finkenstein gewählt

Annelie Berger, Mitglied des Jugendparlaments

Bei der Jugendparlamentswahl der Stadt Leipzig haben sich zwei Jugendliche aus dem Süden durchgesetzt. Annelie Berger (oben im Bild) und Friedrich Finkenstein erhielten jeweils genügend Stimmen, um sich für einen der 20 Plätze in dem Gremium zu qualifizieren.

Annelie Berger bekam 292 Stimmen und landete damit auf Rang neun. Friedrich Finkenstein schaffte es mit 214 Stimmen auf den 19. Rang. Das geht aus Fotos vom Wahlausschuss hervor, die das Jugendparlament bei Twitter veröffentlichte. Auf der Website der Stadt zur Jugendparlamentswahl waren die Ergebnisse am Dienstagnachmittag noch nicht veröffentlicht.

Höhere Wahlbeteiligung

Nach den Angaben des Jugendparlaments bei Twitter beteiligten sich gut 3.200 der knapp 42.000 Wahlberechtigten an der Abstimmung. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 7,7 Prozent, was einem deutlichen Anstieg gegenüber der Wahl vor zwei Jahren entspricht. Damals stimmten nur etwa 5,4 Prozent der wahlberechtigten Leipzigerinnen und Leipziger im Alter zwischen 14 und 21 Jahren ab. Wer an der Wahl teilnahm, konnte drei Stimmen frei auf insgesamt 34 Kandidierende verteilen.

Marggraf und Schleinetz verpassen Einzug

Zu den 14 Kandidaten, die den Einzug ins Jugendparlament nicht schafften, zählen mit Tony Marggraf und Leon Schleinitz zwei weitere Jugendliche aus dem Leipziger Süden. Marggraf bekam 126 Stimmen, Schleinitz lediglich 56. Beide haben auch als Nachrücker kaum Chancen, noch ins Parlament zu kommen.

Bedati und Protzner auf den ersten Rängen

Auf den ersten Platz der Liste wählten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Leipzig Khadja Mohamed Bedati. Die 1997 geborene Studentin wohnt in Mitte versprach vor der Wahl, sich unter anderem für Toleranz, Gleichberechtigung und kulturelle Vielfalt einzusetzen. Bedati bekam 776 Stimmen.

Rang zwei erreichte Maximilian Protzner, der dem Jugendparlament seit dessen Gründung im Jahr 2015 angehört. Der 1998 geborene Student trat im Leipziger Norden an und erhielt 712 Stimmen. Auf einer eigenen Internetseite warb Protzner sehr humorvoll für sich.

Ergebnis der Jugendparlamentswahl

  1. Khadja Mohamed Bedati (776 Stimmen)
  2. Maximilian Protzner (712)
  3. Kajo Wendt (598)
  4. Selma Roth (543)
  5. Frida Temann (509)
  6. Quentin Kügler (506)
  7. Tim Berger (474)
  8. Tanja Werner (431)
  9. Annelie Berger (392)
  10. Valentin Schöneich (381)
  11. Lina Klöpper (357)
  12. Jannik Soisson (336)
  13. Annegret Janssen (282)
  14. Tim Frohberg (280)
  15. Noah Elias Schieberle (265)
  16. Rudy Brabec (252)
  17. Julia Fröhlich (244)
  18. Moritz Kunze (223)
  19. Friedrich Finkenstein (214)
  20. Laura Nitz (209)

Antragsrecht im Stadtrat

Das Jugendparlament soll die Interessen der 14- bis 21-Jährigen in der Kommunalpolitik vertreten. Zum Beispiel kann das Gremium über den Jugendbeirat, in dem die Parlamentarier die Mehrheit der Vertreter stellen, Anträge in den Stadtrat einbringen. Ebenfalls über den Jugendbeirat können die jungen Abgeordneten ein Rederecht in der Ratsversammlung wahrnehmen.

In den vergangenen Jahren hat das Jugendparlament mehrere erfolgreiche Anträge eingebracht, unter anderem die Einführung von Fahrradstraßen im Musikerviertel, 500 zusätzliche Papierkörbe an LVB-Haltestellen oder ein Programm für mehr Schmetterlingswiesen. Außerdem stießen die Jugendliche mehrere Debatten an, zuletzt etwa mit der Forderung nach einem Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof oder legalen Flächen für Open-Air-Partys.

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