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Jung verurteilt Brandanschläge

Schild an einer Polizeiwache.

Die Anschlagsserie auf Baustellen hat inzwischen auch den Leipziger Süden erreicht. In der Brandstraße in Connewitz brannte Sonntagabend ein Bagger aus. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat die Brandanschläge am Dienstag scharf verurteilt.

In einer Mitteilung der Stadt wird der SPD-Politiker mit den Worten zitiert: „Hier sind kriminelle Extremisten am Werk. Menschen, die sich vom Eigentumsbegriff schon längst verabschiedet haben, die die Gefährdung von Menschen in Kauf nehmen, die alles Bürgerliche verachten und unsere repräsentative Demokratie nicht anerkennen. Menschen, die Mehrheiten nicht akzeptieren, egoistisch handeln und dennoch auf Sympathien in der Mitte der Gesellschaft hoffen.“

Für die Täter könne es keine Unterstützung und kein Verständnis geben, erklärte Jung. Mit den Brandanschlägen schafften die Täter keine neuen Wohnungen und senkten auch keine Mieten. Jung weiter:

„Es wird ein Klima der Angst und Bedrohung erzeugt, das zu Stillstand führen kann.“

Brandanschläge in Serie

Die Brandstiftung in der Brandstraße in Connewitz reiht sich in eine Serie von Anschlägen in jüngster Zeit ein. Erst in der Nacht zu Freitag verbrannten zwei Bagger auf einer Baustelle in der Käthe-Kollwitz-Straße, wie unter anderem der MDR ausführlicher berichtete. Am 3. Oktober zündeten Unbekannte zwei Baukräne in der Prager Straße im Zentrum-Ost an. Der Sachschaden dort wird auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

Bekennerschreiben bei Indymedia

Für eine Serie von geplanten Anschlägen spricht ein Bekennerschreiben, dass noch am Sonntagabend nach dem Brand in Connewitz auf der Internetseite Indymedia.org veröffentlicht wurde. Dort schreiben die Verfasser:

„Entgegen dem Geheule von Feulliton, Bullen und Klassenfeinden (…) findet der tatsächliche Terror nicht nachts auf den Baustellen statt.“

Und weiter: „Der wahre Terror ist die ungefragte Umgestaltung der Stadt auf Kosten derer, die dem Zwang zur Profitmaximierung zum Opfer fallen.“

Brandanschlag in der Alfred-Kästner-Straße nicht aufgeklärt

Fast vergessen scheint in der aktuellen Debatte, dass auch in der Leipziger Südvorstadt bereits im Mai 2018 zwei Baumaschinen brannten. Das Feuer wurde in der Alfred-Kästner-Straße unweit des neuen Justizzentrums gelegt. Auch damals wurde ein politischer Hintergrund vermutet. Die Täter wurden bis heute nicht ermittelt.

1 Kommentar zu “Jung verurteilt Brandanschläge

  1. Karl-Heinz

    Verurteilen ist wirkungslos. Die Täter haben ein Ziel /Ziele, die sie damit erreichen wollen. Vielleicht bekommen sie sogar Steuergelder über Umwege. Das ist schon Anarchie und soll vorerst in einem Chaos enden. Das Chaos ist der Anfang der Herrschaft einer neuen Macht (NWO).

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