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Karsten Albrecht: „Baumaßnahmen in Leipzig dauern zu lange“

Porträt von Karsten Albrecht

Schulen, Kindergärten und Straßen müssen schneller als bisher gebaut werden, fordert Karsten Albrecht, Kandidat der CDU zur Stadtratswahl im Leipziger Süden. Neue Straßenbäume will Albecht hingegen nicht auf Kosten von Pkw-Stellplätzen pflanzen lassen. Der dritte Teil des Karli.blog-Kandidatenchecks zur Kommunalwahl.

Der Countdown zur Leipziger Stadtratswahl am 26. Mai läuft. Doch wer tritt im südlichen Wahlkreis 4 an, zu dem unter anderem die Südvorstadt und Connewitz gehören? Und wofür wollen sich die Parteien und Politiker einsetzen? Der Karli.blog hat alle Kandidatinnen und Kandidaten der großen Parteien angeschrieben und sie nach ihren Vorhaben und Positionen befragt. Im dritten Teil gibt Karsten Albrecht von der CDU Auskunft über seine politischen Schwerpunkte.

Frage: Wie wollen Sie das Leben der Menschen im Leipziger Süden in den kommenden Jahren konkret verbessern, falls Sie gewählt werden?

Karsten Albrecht: Der Leipziger Süden ist ein bunter Stadtteil und das ist gut so. Ich möchte, dass das so bleibt, und nicht braune oder schwarze Gewalt um sich greift. Mein Wunsch ist ein gutes Miteinander und ein Interessenausgleich. Ich setze mich ein für Schul- und Kita-Bauten, Straßenausbau und ausgewogene Förderung für sozial Benachteiligte.

In der Südvorstadt stiegen die Mieten in den vergangenen Jahren kräftig. Was würden Sie tun, damit Wohnen in der Stadt bezahlbar bleibt?

Um neuen Wohnraum zu schaffen hilft nur eins: bauen, bauen, bauen. Je mehr Angebot wir haben um so hier mehr Wohnungen am Markt sind, desto günstiger sind die Bedingungen für alle.

„Für eine Fahrradstraße in der Karli sehe ich im Süden keine Mehrheit.“

Wie bewerten Sie den Vorschlag des Jugendparlaments, die Karl-Liebknecht-Straße zu einer Fahrradstraße umzuwidmen?

Ich setze mich ein für ein gutes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Würde die Karli zur Fahrradstraße, gäbe es Schwierigkeiten bei den Einzelhändlern. Sie sind auf den Durchgangsverkehr angewiesen. Für eine Fahrradstraße in der Karli sehe ich im Süden keine Mehrheit.

Vergangenes Jahr hat die Stadt in der Südvorstadt neue Straßenbäume gepflanzt. Daran gab es auch Kritik, weil Pkw-Stellplätze wegfielen. Soll die Stadt in Zukunft weitere Straßenbäume pflanzen, auch wenn dadurch Stellflächen verschwinden?

Es gibt genügend Flächen im Süden Leipzigs, wo Bäume gepflanzt werden können. So gibt es eingerückte Häuserzeilen, Möglichkeiten zur Fassadenbegrünung oder das Aufbauen von grünen Dächern. Ich bin nicht dafür Parkplätze gegen Bäume auszuspielen. Alle Verkehrsteilnehmer sollen ihre Flächen im Verkehrsraum haben. Ich bin gegen einen Rückbau von Parkplätzen. Ich bin für das Pflanzen von Bäumen und Stadtgrün.

Der Verein Haus Steinstraße verlässt mittelfristig die Südvorstadt. Das Haus gehört der Stadt. Was soll mit der Liegenschaft passieren?

Das Haus Steinstraße ist im Süden eine Institution. Man hat jetzt in Grünau eine sehr gute Lösung gefunden, um in diesem Stadtteil, der sozialer Brennpunkt, zu unterstützen. Das finde ich gut. Ich unterstütze das Haus Steinstraße bei den Entwicklungen der neuen Konzepte.

„Illegale Graffiti sind Sachbeschädigung. Es entstehen hier Schäden und unser Stadtteil wird dadurch nicht schöner.“

Viele Menschen ärgern sich über die vielen illegalen Graffiti und Schmierereien im Leipziger Süden. Halten Sie das ebenfalls für ein Problem und falls ja, was soll dagegen unternommen werden?

Illegale Graffiti sind Sachbeschädigung. Es entstehen hier Schäden und unser Stadtteil wird dadurch nicht schöner. Ich setze mich dafür ein, dass unsere Verkehrsschilder wieder lesbar werden.

Außerhalb des Zentrums gibt es nirgends so viele Einzelhändler wie im Zentrum-Süd und der Südvorstadt. Wie wollen Sie die Händler aus dem Stadtrat heraus unterstützen?

Ich setze mich dafür ein, dass das Karlibeben wieder aufleben kann. Die übertriebenen Forderungen und Auflagen der Stadt müssen zurückgefahren werden.

Wenn Sie im Stadtrat sofort drei Maßnahmen oder Vorhaben umsetzen könnten, welche wären das?

Drei Maßnahmen die im Stadtrat umgesetzt werden müssen sind:
(1) Baugenehmigungen müssen schneller erteilt werden.
(2) Ein Verkehrskonzept für alle Verkehrsteilnehmer muss erarbeitet werden.
(3) Kita und Schulplätze müssen sichergestellt und schnell ans Netz gebracht werden.
Die Baumaßnahmen in Leipzig dauern zu lange.

Ich setze mich dafür ein, dass der Leipziger Süden bunt bleibt und Suche der Stadt Bestes.

Das sagen andere Kandidaten:

Rudi Ascherl (FDP): „Vieles muss komplett neu gedacht werden“
Juliane Nagel (Linke): „Milieuschutz zuerst für Connewitz, dann für die Südvorstadt“
Christopher Zenker (SPD): „Verkehrswende in Leipzig rasch realisieren“
Roland Ulbrich (AfD): „Tanz und Theater sind keine zu subventionierenden Aufgaben“
Gesine Märtens (Grüne): „Wir kämpfen um jeden Straßenbaum!“
Anna-Juliane Hubert (Piratenpartei): „Der Süden ist in vielen Fällen Vorbild“

Quelle des Titelfotos: Karsten Albrecht

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