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LWB weist Vorwürfe von Stadtteilpark-Initiative zurück

Brachfläche an der Shakespeare- bzw- Bernhard-Göring-Straße

Die LWB hat die geplante Bebauung des Grundstücks an der Shakespeare- beziehungsweise Bernhard-Göring-Straße gerechtfertigt. Auf dem Gelände seien 66 Wohnungen geplant. Alle Auflagen zum Naturschutz würden erfüllt. Die Petition einer Initiative von Anwohnern gegen die Bebauung und zur Schaffung eines Stadtteilparks haben derweil Hunderte Menschen unterzeichnet.

Die städtische Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) stellt sich Vorwürfen entgegen, bei der Rodung eines Grundstücks im Zentrum-Süd den Naturschutz missachtet zu haben: „Selbstverständlich liegt die entsprechende Baugenehmigung vor und die in der Baugenehmigung enthaltenen naturschutzrechtlichen Auflagen werden erfüllt“, teilte das Unternehmen auf Anfrage des Karli.blog mit.

Rodung im Frühjahr 2019

Eine Initiative von Anwohnern fordert in einer Petition, dass auf dem besagten Grundstück an der Shakespeare- beziehungsweise Bernhard-Göring-Straße ein Stadtteilpark errichtet wird. Eine dort früher bestehende Naturfläche mit mehreren Dutzend Bäumen sei von der LWB entgegen naturschutzrechtlicher Gebote gerodet worden. Nach Darstellung der Anwohner gaben Baudezernat und Amt für Stadtgrün im Frühjahr 2019 ihre Zustimmung für die Rodung auf Grundlage eines mangelhaften Gutachtens – und teils entgegen der Empfehlungen des Amtes für Umweltschutz.

Bilder vor und nach der Rodung:


Alle Bilder in der Galerie: Anwohnerinitiative Stadtteilpark Zentrum-Süd

LWB befolgen Auftrag

Die LWB betont hingegen ihr Engagement für die Natur in der Stadt. „In diesem Jahr schafft die LWB beispielsweise eine Vielzahl von Blühwiesen. Mit rund 13.000 Bäumen und rund 650.000 Quadratmetern Grünfläche trägt die LWB zudem für ein nicht unerhebliches Stück Natur in der Großstadt Verantwortung“, antwortet das Unternehmen. Den Wunsch nach mehr Parks und Grünflächen der Anwohner könne die LWB grundsätzlich nachvollziehen. „Wo immer auch wir die Chance haben, hier positive Veränderungen zu bewirken, nutzen wir sie“, so die städtische Wohnungsgesellschaft.

Im konkreten Fall verweist die LWB hingegen auf den Auftrag der Stadt, tausende neue Wohnungen zu bauen. Diese Wohnungen sollen demnach vor allem dort entstehen, wo die Nachfrage besonders groß ist, „unter anderem im Süden von Leipzig“. Das Grundstück an der Bernhard-Göring-Straße beziehungsweise Shakespearestraße gehöre zu den wenigen Flächen, die dem Unternehmen gehörten.

66 Wohnungen geplant

Auf dem fraglichen Grundstück sei aktuell die Errichtung von 66 Wohnungen geplant, darunter geförderte, mietpreisgebundene Unterkünfte für größere Familien mit mehreren Kindern.

Die Petition gegen die Bebauung beziehungsweise zur Schaffung eines Stadtteilparks haben inzwischen über 1.000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben.

Titelbild: Karli.blog/Alexander Laboda

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