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Museumsnacht in der Südvorstadt

An der Museumsnacht in Leipzig und Halle beteiligen sich am Samstag auch drei Einrichtungen in der Südvorstadt. Besucher können die ehemalige DDR-Hinrichtungsstätte, die Mineralogisch-petrographische Sammlung sowie das Panometer im Rahmen der Veranstaltung ansehen.

Eingang der ehemaligen DDR-Hinrichtungsstätte in der Leipziger Südvorstadt.
Eingang der ehemaligen DDR-Hinrichtungsstätte in der Leipziger Südvorstadt. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Eine Führung durch die ehemalige DDR-Hinrichtungsstätte in der Arndtstraße 48 ist eine seltene Gelegenheit. Der Ort ist lediglich zwei Mal im Jahr offentlich zugänglich, zum Tag des Offenen Denkmals und eben zur Museumsnacht. Bei diesen Gelegenheiten bilden sich daher stets lange Schlangen vor dem Gebäude.

Dabei ist in der Hinrichtungsstätte selbst gar nicht mehr viel zu sehen. Die Räumlichkeiten sind entkernt. Trotzdem lohnt sich der Besuch, denn fachkundige Ehrenamtliche erzählen bei den Führungen jede Menge über die Geschichte des Ortes, an dem das SED-Regime zwischen 1960 bis 1981 alle in der DDR verhängten Todesurteile vollstreckte. Nach gegenwärtigen Erkenntnisses starben dort 64 Menschen.

12.000 Gesteinsstücke in der Scharnhorststraße

Wie in den vergangenen Jahren öffnet zur Museumsnacht in der Südvorstadt außerdem die Mineralogisch-petrographische Sammlung der Universität Leipzig in der Scharnhorststraße 20. Sie umfasst mehr als 12.000 Gesteinsstücke mit Kristallen.

Die 1809 begründete Sammlung gehört zu den ältesten ihrer Art. Die Ausstellung zeigt Minerale aus aller Welt sowie historische wissenschaftliche Geräte. Besucher können während der Museumnacht zudem einzelne Minerale kaufen.

Panometer mit „Carolas Garten“

Schließlich beteiligt sich auch das Assisi-Panometer in Richard-Lehmann-Straße an der Museumsnacht. Dort wird aktuell das Panorama „Carolas Garten“ gezeigt. In der Beschreibung heißt es: „Der Besucher ‚schrumpft‘ im 32 Meter hohen Rundbild auf die Größe eines Blütenpollens und entdeckt die faszinierende Szenerie innerhalb eines heimischen Gartens in einer nie dagewesenen Vergrößerung.“

400 Verantsaltungen zur Museumsnacht

Insgesamt beteiligen sich in Leipzig und Halle 80 Museen, Kunstsammlungen, Galerien und Archive an der Museumsnacht. 400 Veranstaltungen umfasst das Programm.

Die Museumsnacht startet um 18 Uhr und endet um Mitternacht. Das Ticket kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Eintrittskarten gelten von 16 Uhr bis 3 Uhr am Folgetag auch als Fahrkarte für die öffentlichen Nahverkehr und den S-Bahnverkehr zwischen Halle und Leipzig.

Das Programmheft gibt es hier zum Herunterladen.

Titelfoto: Museumsnacht Halle/Leipzig

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