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Radschnellweg bis Markkleeberg: SPD und Ökolöwe wollen „Aktiv-Achse Süd“

Bildmontage des Ökolöwen zum Radschnellweg.

Ein Radschnellweg soll künftig vom Leipziger Süden bis zum Markkleeberger See führen. Der Leipziger Umweltverband Ökolöwe unterstrich jetzt noch einmal die Bedeutung der sogenannten „Aktiv-Achse Süd“. Der Stadtrat entscheidet auf Antrag der SPD kommende Woche über das Vorhaben.

Die Bewohner des Leipziger Südens und Ostens sollen zukünftig auf einem Radschnellweg bis nach Markkleeberg fahren können – abseits des Autoverkehrs. Vor einer Abstimmung im Stadtrat sprach sich am Donnerstag der Leipziger Ökolöwe erneut für das Projekt aus: „Die Aktiv-Achse Süd verbindet wichtige Punkte innerhalb der Stadt und verläuft abseits von großen Hauptstraßen durchs Grüne. Ob auf Rädern, Rollen oder in Laufschuhen, auf der Aktiv-Achse können sich LeipzigerInnen ungestört vom Autoverkehr sicher und bequem fortbewegen“, erklärt Tino Supplies, verkehrspolitischer Sprecher des Ökolöwen.

Den Streckenverlauf skizziert der Ökolöwe auf einer Karte:

Möglicher Streckenverlauf des neuen Radschnellwegs.
Auf dieser Strecke könnte der neue Radschnellweg verlaufen. (Karte/Grafik: Ökolöwe)

Demnach soll der Radschnellweg vom Bayrischen Bahnhof auf einer Achse von rund sieben Kilometer Länge über Connewitz, Lößnig, Marienbrunn, Dölitz-Dösen nach Markkleeberg führen.

Radschnellweg für Pendler, Anwohner und Touristen

Dadurch werde der Südraum Leipzig direkt an das Leipziger Zentrum angebunden. Auf der anderen Seite könnten die Bewohner der Südvorstadt und angrenzender Viertel die Seen im Süden besser erreichen. Die Strecke sei nicht nur für Pendler und Anwohner attraktiv, sondern auch für Touristen und Freizeitsportler, erklärt der Ökolöwe. An der Strecke liegen unter anderem der MDR, das Panometer und der S-Bahnhof Connewitz. Ein detaillierteres Konzept der Ökolöwen steht online.

So weit gediehen sind die Pläne der Stadt noch nicht. Der Beschlussvorschlag, über den der Stadtrat am 19. November entscheidet, sieht zunächst lediglich vor zu klären, „welche nächsten Schritte notwendig sind, um Machbarkeitsstudien zu den potenziellen Radschnellwegverbindungen durchzuführen und Radschnellwege zur Umsetzungsreife zu bringen.“ Die Ergebnisse sollen dann bis Ende des 2. Quartals 2020 vorgestellt werden.

Es wird dauern

Der ursprüngliche Antrag der SPD-Fraktion sah vor, dass die Verwaltung bereits bis zum Ende dieses Jahres einen Vorschlag unterbreitet, wie Radschnellwege in das Radwegenetz integriert werden können.

Hintergrund der Verzögerung dürfte auch die Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen sein. Wie aus der Vorlage hervorgeht, hat das Land seine Radschnellwegekonzeption erst im September abgeschlossen. Außerdem geht es ums Geld. Mit einem positiven Votum am 19. November soll der Oberbürgermeister beauftragt werden, „sich dafür einzusetzen, dass Radschnellwegverbindungen als Staatsstraßen über das Land finanziert und in Förderprogramme des Freistaats aufgenommen werden“.

Titelfoto und Karte: Ökolöwe

1 Kommentar zu “Radschnellweg bis Markkleeberg: SPD und Ökolöwe wollen „Aktiv-Achse Süd“

  1. Marcus Schödel

    Das wäre doch richtig klasse! Ich würde den Radschnellweg nutzen!

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