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Demo von „Rassismus tötet!“ in der Südvorstadt

Demonstrierende von "Rassismus tötet!" auf der Karl-Liebknecht-Straße.

Ein paar Hundert Menschen haben am Sonntag im Leipziger Süden gegen Rassismus und völkisches Gedankengut demonstriert. Zum Protest hatte die Initiative „Rassismus tötet!“ aufgerufen. Unter dem Motto „Wer schweigt, stimmt zu – Den rassistischen Konsens durchbrechen“ trafen sich die Teilnehmer ab 16 Uhr auf dem Heinrich-Schütz-Platz, besser bekannt als Kantpark.

Mit dem Protest wollten die Organisatoren „rassistische Kontinuitäten innerhalb der Gesellschaft aufzeigen“ und sich „mit den Opfern rechter Gewalt solidarisieren“. Bei der Stadt waren rund 250 Teilnehmer angemeldet. Vom Heinrich-Schütz-Platz aus lief die Gruppe über die Koch- und Kurt-Eisner-Straße auf die Karli. Von dort ging es geradewegs in die Innenstadt. Ziel war die Schwanenteichanlage in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dort endete die Demo gegen 21 Uhr. Es kam zu einigen Verkehrseinschränkungen in der Südvorstadt und im Zentrum. Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) mussten kurzzeitig umgeleitet werden.

Fotos von der demo

Route der „Rassismus tötet!“-Demo

Die komplette Demoroute: Heinrich-Schütz-Platz -> Kochstraße -> Kurt-Eisner-Straße -> Karl-Liebknecht-Straße -> Peterssteinweg -> Wilhelm-Leuschner-Platz -> oberer Martin-Luther-Ring -> Petersstraße -> Markt -> Hainstraße -> Brühl -> Am Hallischen Tor -> Richard-Wagner-Straße -> Goethestraße -> Schwanenteichanlage.

Aufklärung bei NSU

Den Aufruf zur Demo können Interessierte auf der Website von „Rassismus tötet!“ nachlesen. Darin forderten die Initiatoren unter anderem die Taten des NSU in Deutschland besser aufzuklären. „Die Bundesanwaltschaft hielt bis zum Ende an ihrer – widerlegten – These vom NSU als ‚isoliertem Trio‘ fest. Viele Fragen zu den Taten des NSU, zum Netzwerk und der Rolle der Behörden wurden im Münchner Prozess systematisch ausgeklammert und sind bis heute nicht aufgeklärt“, hieß es in dem Aufruf.

Gegen „rassistischen Rollback“

Darüber hinaus ging es den Initiatoren darum, „dem rassistischen Rollback“ entgegenzutreten. „Seit einigen Jahren ist ein Erstarken völkischer Bewegungen – von Pegida über unzählige ‘Nein zum Heim-Initiativen‘ auf der Straße und in den sozialen Medien zu beobachten – sie sind Ausdrucksform des gegenwärtigen rassistischen gesellschaftlichen Klimas“, schrieben die Veranstalter von „Rassismus tötet!“.

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