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Spielplatz am Körnerplatz: Stadt stellt Pläne für Umbau vor

Eine Vertreterin der Stadt Leipzig stellt Eltern auf dem Körnerplatz die Entwürfe für den neuen Spielplatz vor.

Kinder können sich demnächst über mehrere neue Spielgeräte im Leipziger Süden freuen. Die Stadt Leipzig will den Spielplatz am Körnerplatz umgestalten. „Unser Ziel ist, dass die Bauarbeiten im Spätsommer oder Herbst 2019 losgehen“, sagte Susanne Schilling, Landschaftsarchitektin der Stadtverwaltung, bei einem Ortstermin am Dienstagnachmittag.

Raupe oder Schildkröte? Karussell oder Kletterturm? Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung stellten den zahlreich erschienenen Eltern und Kindern zwei Varianten mit unterschiedlichen Spielgeräten vor. Die Kosten belaufen sich unabhängig von der gewählten Version auf circa 50.000 Euro.

Die beiden Entwürfe hingen zur Ansicht aus. Variante eins läuft unter der Überschrift „Ene mene Schreck“. Die Planung sieht hier vor: ein Sitzkarussell, eine Nestschaukel, sogenannte Hüpfpunkte sowie eine Skulptur in Form einer Raupe.

Ein Entwurf skizziert eine Umbauvariante für den Spielplatz am Körnerplatz.
Variante eins unter anderem mit Karussell und Schaukel. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Variante zwei trägt den Titel „Ich spiele was, was Du nicht siehst“. Bei diesem Entwurf gäbe es einen neuen Holzkletterturm, ein Reck zum Turnen, ein Schwebeband und eine Skulptur in Form einer Schildkröte.

Ein Entwurf zeigt skizzenhaft eine weitere Umbauvariante für den Körnerplatz.
Variante Nummer zwei unter anderem mit einem neuen Kletterturm. Die bunten Punkte haben Eltern und Kinder daneben geklebt, um für den Entwurf zu stimmen. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Pyramide bleibt

In beiden Varianten ist darüber hinaus vorgesehen, neue Bäume zu pflanzen, zusätzliche Fahrradbügel zu installieren und größere Müllkörbe aufzustellen. In jedem Fall erhalten werden soll die Kletter-Pyramide in der Mitte der Anlage. Der alte Holzkletterturm wird hingegen definitiv abgerissen. Zuletzt wurde der Spielplatz auf dem denkmalgeschützten Körnerplatz Ende der 1990er-Jahre saniert.

Der alte Holzkletterturm auf dem Körnerplatz.
Kommt weg: der alte Holzkletterturm auf dem Spielplatz am Körnerplatz. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Von den Kindern und Eltern wollten die Vertreter der Stadtverwaltung wissen, welche Vorstellungen sie haben. Mit Klebepunkten konnten die Familien ihren favorisierten Entwurf markieren. Nach kurzer Zeit lag die zweite Variante mit dem neuen Kletterturm weit vorne.

Vorschläge und Beschwerden

Darüber hinaus gab es auch ein paar andere Vorschläge. Eine Mutter fragte für ihren Sohn beispielsweise nach einer Seilbahn. Dafür sei der Körnerplatz jedoch nicht groß genug, erklärte Landschaftsarchitektin Susanne Schilling. Auf dem Wunschzettel der Kinder stand außerdem noch ein Fußballtor – angesichts der umparkenden Autos wohl auch kein einfach zu erfüllendes Anliegen.

Die Eltern nutzten die Gelegenheit außerdem um sich bei der Stadtverwaltung zu beschweren. So werde der Spielplatz viel zu häufig verbotenerweise von Hundebesitzern als Auslaufwiese benutzt. Die Mütter und Väter fühlen sich zudem von Menschen gestört, die dort tagsüber Alkohol trinken. Die Vertreter der Stadt versprachen, diese Hinweise an das Ordnungsamt weiterzugeben. Sie machten mit Blick auf Obdachlose jedoch auch deutlich, dass der öffentliche Raum von allen Menschen gleichermaßen genutzt werden darf.

Spiel-Pyramide auf dem Körnerplatz.
Erfreut sich großer Beliebtheit: die Spiel-Pyramide auf dem Körnerplatz. (Foto: Karli.blog/Alexander Laboda)

Weitere Rückmeldungen willkommen

Landschaftsarchitektin Schilling sagte im Gespräch mit dem Karli.blog, dass sie die Anregungen der Bürger ernst nimmt und diese in die Planungen einfließen: „Wir machen diese Bürgertermine sehr gerne. Man bekommt zwar nur eine Momentaufnahme, aber hört doch öfter Dinge, die man selbst so nicht auf dem Schirm hat.“ Wer seine Meinung noch einbringen wolle, könne sich weiterhin gerne bei der Stadt melden.

Voraussichtlich im Frühjahr sei der endgültige Entwurf fertig und werde ausgeschrieben. Der Bau könne aber erst beginnen, wenn die Arbeiten an der anliegenden Straße abgeschlossen seien. Die Stadt hatte erst vergangenen Woche angekündigt, die Körnerstraße teilweise sanieren zu wollen.

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