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Zwei Straßenbäume für Carsharing-Pioniere

Michael Creutzer (Geschäftsführer teilAuto), Dorothee Dubrau (Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau), Harald Lindner (Carsharing-Pionier), Dietmar Röhl (Carsharing-Pionier), Manuel Emmelmann (Regionalleiter teilAuto-Leipzig) (v. l. n. r.)

Die Stadt Leipzig und die Firma Teilauto haben am Donnerstag in der Südvorstadt zwei Carsharing-Nutzer der ersten Stunde geehrt. Zwei Straßenbäume in der Kochstraße Ecke Steinstraße wurden Dietmar Röhl und Harald Lindner gewidmet. Beide nutzen Carsharing bereits über 25 Jahre.

Viele Menschen glauben, Carsharing sei ein neues Phänomen. Tatsächlich gibt es in Mitteldeutschland schon seit gut 25 Jahren Angebote, bei denen Menschen ein Auto gemeinsam nutzen können. Die beiden Leipziger Dietmar Röhl (2. v. r.) und Harald Lindner (Bildmitte) gehören hierbei zu den Kunden der ersten Stunde. Die Firma Teilauto und die Stadt Leipzig haben ihnen dafür am Donnerstag zwei Patenbäume in der Südvorstadt gewidmet.

Carsharing hat einen langen Weg hinter sich

Im Beisein von Dorothee Dubrau (2. v. l.), Bürgermeisterin und Beigeordnete für Stadtentwicklung und Bau, wurden Dietmar Röhl und Harald Lindner mit den Straßenbäumen in der Kochstraße  geehrt. Dubrau sagte:

„Jede gute Idee braucht am Anfang Menschen, die bereit sind, etwas Neues auszuprobieren.“

Weiter erklärte die Baubürgermeisterin: „Es braucht oft auch einen langen Atem, gerade wenn es um neue Verhaltensweisen geht und darum, tradierte Muster aufzubrechen. Nach nun mehr als zwei Jahrzehnten ist für Viele selbstverständlich geworden, was damals neu und ungewohnt war. Und wir alle profitieren nun von der Entlastung des knappen öffentlichen Raums in unserer Stadt.“

Sowohl Dietmar Röhl als auch Harald Lindner wurden Anfang der 1990er-Jahre eingetragene Carsharing-Nutzer, zunächst bei der Leipziger Ortsgruppe der Carsharing Deutschland Genossenschaft. Nach deren Auflösung wechselten sie zum Anbieter TeilAuto, der 1992 als ökologischer Verein in Halle an der Saale gegründet worden war und sein Angebot später auf Leipzig ausweitete.

Es begann mit einem Trabant

„Ich habe privates Autoteilen sogar schon früher mit einem Trabant begonnen“, erzählt Harald Lindner. Carsharing nutzt er bis heute hauptsächlich für Besorgungen im Baummarkt und für Ausflüge an schlecht erreichbare Orte. Auch Dietmar Röhl wollte weder die Umwelt noch sich selbst mit einem eigenen Pkw belasten und setzte deshalb auf Carsharing: „Am Anfang war es mit der Buchung schwieriger, weil wir ja nur ein einziges Auto hatten.“ Heute freut sich Röhl, dass es mehrere Stationen und die Auswahl zwischen verschiedenen Fahrzeugen gibt.

Manuel Emmelmann (im Bild rechts), Leipziger Regionalleiter bei TeilAuto, sagte: „Uns ist es wichtig zu zeigen, dass Carsharing in dieser Stadt etwas Gewachsenes ist. Etwas, das sich immer weiterentwickelt hat und das Potential besitzt, noch mehr Menschen zu erreichen.“ Aktuell hat TeilAuto nach eigenen Angaben rund 16.000 registrierte Nutzer in Leipzig. In Gründerzeitvierteln wie der Südvorstadt gibt es besonders viele Kunden. Zuletzt fehlten allerdings immer häufiger Stellflächen, um das Angebot weiter auszubauen.

Nach Angaben des Bundesverbandes Carsharing nehmen in Deutschland aktuell rund 2,5 Millionen Menschen Angebote des organisierten Autoteilens in Anspruch. Carsharing mit festen Stationen entlastet laut Studien den Verkehr erheblich. TeilAuto spricht davon, dass ein Gemeinschaftsauto bis zu 20 private Pkw ersetzt. Andere Untersuchungen nennen allerdings niedrigere Effekten.

Transparenzhinweis: Bei der Meldung handelt es sich um eine bearbeitete Pressemitteilung der Stadt Leipzig und TeilAuto.

Titelbild: TeilAuto

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